13.09.2016

Wasserstoff: Ein Element voll von Energie

In jeder Sekunde verschmelzen im Zentrum der Sonne 600 Millionen Tonnen Wasserstoff zu purer Energie. Sterne bestehen zu etwa drei Vierteln aus Wasserstoff. Wasserstoff ist aber auch außerhalb der Milchstraße verfügbar. Zum Beispiel ab sofort an der neuen OMV Tankstelle in Linz-Asten in Oberösterreich.

Wasserstoff. Ein farb- und geruchloses Element, unsichtbar und fast überall vorhanden. In der Luft und auch in uns selbst. Sieben bis zehn Kilogramm trägt ein erwachsener Mensch in sich herum. Wasserstoff ist Energie pur. Bestes Beispiel: die Sonne. Sie besteht zu mehr als 90% aus Wasserstoff. Der Energiegehalt von einem Kilogramm Wasserstoff entspricht 2,8 Kilogramm Benzin. Ein Auto lässt sich in gerade mal vier Minuten damit betanken – er ist also der perfekte Energieträger. Aber wie lässt sich Wasserstoff gewinnen?

Info_Hydrogen_OMVBlog

Gewinnung von Wasserstoff

Wasserstoff ist ungern alleine, man findet ihn nur in Verbindungen aus denen man ihn erst heraus lösen muss. Heute wird das Element beinahe ausschließlich aus fossilen Energieträgern wie Erdöl, Erdgas, Kohle oder Biomasse gewonnen – mittels Dampfreformierung. Die Raffinerie Schwechat kann zum Beispiel jährlich rund 50.000 Tonnen Wasserstoff produzieren. Dabei wird Wasserdampf mit einem fossilen Brennstoff wie Erdgas zusammen gebracht und auf 830 Grad erhitzt – ein sehr energieintensiver Prozess. Deshalb forscht man auch an Alternativen: „Seit einigen Jahren unterstützen wir Forschungsprojekte für Erzeugungsmethoden aus erneuerbaren Energien wie Sonne oder Wind. Wir wollen die Forschungsergebnisse auf die Straße bringen und emissionsfreie Mobilität vorantreiben“, sagt Otmar Schneider, der sich in der OMV mit dem Thema Wasserstoff beschäftigt.

„Wasserstoff kann praktisch unbegrenzt verfügbar gemacht werden und eignet sich als effizienter, umweltfreundlicher Treibstoff. Im Einsatz mit einer Brennstoffzelle liegt der Wirkungsgrad doppelt so hoch wie bei einem Verbrennungsmotor – und dabei entsteht Wasser als einzige Emission.“

Otmar Schneider

OMV Head of Asset Development

Wasserstoff in der Mobilität

Article_HydrogenCar_OMVBlogEs sieht aus wie jedes andere Auto und ist doch besonders: Aus dem Auspuff kommt lediglich Wasserdampf. Der Motor wird nämlich mit Energie aus reinem Wasserstoff angetrieben. „Je nach Größe des Treibstofftanks schaffen die Fahrzeuge bereits heute mit einem Tankinhalt Reichweiten zwischen 300 und 700 km. Die Technologie eignet sich daher auch für weitere Distanzen – und das bei kurzen Tankstopps“, erklärt Otmar Schneider. Um eine umweltfreundliche Fahrzeuggeneration zu forcieren, wird Wasserstoff in der bereits erprobten Brennstoffzellentechnologie eingesetzt.

Wie eine Brennstoffzelle im Detail funktioniert, sehen Sie im folgenden Video:

Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur

Seit Sommer 2016 kann man nun auch in Linz-Asten (Oberösterreich) einen Betankungsstopp mit dem Wasserstoffauto einlegen. „Die OMV baut mit Partnern das Netz an Wasserstofftankstellen in Österreich und Deutschland aus. Wir möchten den Bedarf in Ballungszentren abdecken und Wasserstoff-Mobilität entlang wichtiger europäischer Hauptverkehrsrouten unterstützen“, sagt Otmar Schneider bei der Eröffnung der – nach Wien und Innsbruck – nun dritten öffentlichen OMV Tankstelle in Österreich. In Deutschland ist die OMV Teil des Konsortiums H2 MOBILITY, das bis 2023 den Ausbau von rund 400 öffentlichen Tankstellen plant. Dieses Wasserstofftankstellennetz wird in enger Abstimmung zwischen Automobil- und Energieindustrie aufgebaut. So bietet man den Autofahrerinnen und Autofahrern ein flächendeckendes Angebot und weitere Anreize für einen Umstieg auf Wasserstoffmobilität.

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peakaustria, 15.09.2016 15:09

H2 diffundiert durch stahl…pipelines werden dann noch undichter als jetzt schon sind.(ch4- ist ja ein riesen problem bei transport und gewinnung dazu gibt es unzählige studien und selbst im report vom umweltbundesamt sind die emmisionen von den pipelines erfasst) auch in der coal question von jevons erklärt er warum hydrogen keine gute idee ist…weil zuwenig energiedichte…weil so klein …deswegen diffundiert es ja durch tanks etc. also kein konsument freut sich wenn nach ein paar tagen sein auto plötzlich wieder leer ist! ….He discounted hydrogen generation as a means of electricity storage and distribution, calculating that the energy density of hydrogen would never make it practical….aus https://en.wikipedia.org/wiki/The_Coal_Question ist ja nur ein verzweifelter versuch die fossile infrastruktur und motoren etc weiter recht zu fertigen und die #carbonbubble weiter zu ignorieren bzw die stranded assets nicht abschreiben zu müssen…

OMV Blog Team, 19.09.2016 11:20

Wir gehen davon aus, dass der Energie-Mix der Zukunft breiter und vielfältiger sein wird. Deshalb arbeiten wir auch an Themen wie z.B. Wasserstoff. Die OMV kann im Bereich Wasserstoff auf breite Erfahrung aufbauen. Schon heute produzieren wir in der Raffinerie Schwechat bis zu 50.000 Tonnen Wasserstoff jährlich. Bereits im Jahr 2005 eröffnete die OMV ihre erste Wasserstoff-Tankstelle in Graz. Für unser OMV Wasserstoff-Tankstellensystem spielt Wasserstoffdiffusion bei richtiger Anwendung von Technik und Material (z.B. Austenitstahl) keinerlei Rolle.